Flugmedizin


Austro Control

austro control

Ziel der Austro Control ist es, österreichweit flächendeckend Ärzte aus allen wesentlichen Fachrichtungen als „Vertrauensärzte“ aufzunehmen, um sicher zu stellen, dass die jeweils fachärztliche Beurteilung unter Berücksichtigung aller flugmedizinischen Kriterien erfolgt.


Fachärztliches Konsiliargutachten Flugmedizin

Im Zuge einer flugmedizinischer Tauglichkeits-Untersuchung werden fachärztliche Konsiliargutachten eingeholt. Hierbei ist es wichtig, dass die beigezogenen Gutachter über die rechtlichen Rahmenbedingungen (Grenzwerte, Untauglichkeitsgründe, Einschränkungen, etc.) und die tatsächlichen Bedingungen und Anforderungen im Cockpit informiert sind.


Fliegerärztliche Untersuchung

Derzeit wird die fliegerärztliche Untersuchung für die Klasse II nach den Richtlinien der österreichischen ZLFPV (Zivilluftfahrt-Personalverordnung) durchgeführt und umfasst die Untersuchung von Flugschülern, Segelfliegern, Motorseglern, Paragleitern, Hängegleitern, Fallschrimspringern, Hubschrauberpiloten, Ballonfahrern und Privatpiloten (PPL - (Private Pilot License), FlugbegleiterInnen (Cabin Crew Medical Report) und Drohnenpiloten.

Die Untersuchung erfolgt nach vorgegebenen Richtlinien. Bestandteile der Untersuchung sind ein EKG (Ruhe, während und nach Belastung), eine Spirometrie (graphische Aufarbeitung) bzw. eine Ergometrie (standardisierter Submaximaltest).


Einschränkungen der Tauglichkeit

Koronare Herzerkrankung

  • Klasse 1 und 2: Angina pectoris: untauglich
  • nach Herzinfarkt: untauglich, unter gewissen Voraussetzungen kann durch die Behörde Tauglichkeit festgestellt werden
  • Bypass-OP oder PCI: untauglich, unter gewissen Voraussetzungen kann frühestens nach 9 Monaten durch die Behörde Tauglichkeit festgestellt werden

Herzrhythmusstörungen

  • Klasse 1 und 2: signifikante anfallsweise oder permanente Vorhof-Rhythmusstörungen, Prä-Exzitation
  • Herzschrittmacher: untauglich, ev. Freigabe nach fachkardiologischer Beurteilung
  • angeborene Herzfehler vor und nach OP
  • Herzklappenoperationen: Klasse 1 und 2: untauglich, ev. Freigabe durch die Behörde bei nur geringen Veränderungen bzw. in günstigen Fällen nach fachkardiologischer Beurteilung