Periphere Gefäße

PAVK – periphere arterielle Verschlusskrankheit

Wenn Beinschmerzen zu häufigem Stehenbleiben zwingen spricht man von der ‚Schaufensterkrankheit‘. Diese Durchblutungsstörung der Beinarterien heißt periphere arterielle Verschlusskrankheit, abgekürzt PAVK.

Leistungsspektrum

Ordination

Die Duplexsonografie ist ein diagnostisches Instrument in der Darstellung der Beschaffenheit von Gefäßen mit Feststellung von Verengungen, Verschlüssen und Aussackungen.

Die Oszillographie stellt ein wichtiges nicht-invasives Untersuchungsverfahren der pAVK dar. Mithilfe eines sogenannten Oszillographen werden kleinste Volumenänderungen der oberen und unteren Extremitäten in Form von Amplituden in einer Vierkanalmessung dargestellt. Hierfür werden zirkulär um das Bein angelegte Messmanschetten (pneumatisch) verwendet.

Die Pulwellenanalyse (PWA) liefert klinisch relevante Informationen. Die wichtigsten mit der PWA bestimmbaren Werte sind der zentrale Blutdruck und die Pulswellengeschwindigkeit (PWV). Die PWV ist ein Maß für die Verkalkung der Arterien. Ein Einordnen des Messergebnisses in Normwerte ermöglicht die Angabe eines biologischen Gefäßalters, das ein Prädiktor für Schlaganfall, Herzinfarkt und kardiovaskulären Tod ist.

Der zentrale Blutdruck ist ein prognostisches Korrelat für hypertensive Endorganschäden wie eine linksventrikuläre Hypertrophie (LVH), diastolische Dysfunktion oder Nierenschädigung und hat eine höhere prädiktive Wertigkeit als der peripher gemessene Blutdruck. Praktische Bedeutung bekommt der zentrale Blutdruck in der Therapiesteuerung bei jungen Hypertonikern.

In der Wirkung verschiedener Antihypertensiva auf den prognostisch bedeutsamen zentralen aortalen Blutdruck gibt es einen Klasseneffekt. Nitrate und Kalziumantagonisten haben den stärksten Effekt auf die zentrale Hämodynamik mit Senkung des aortalen Blutdrucks.

Leistungsspektrum

Klinik

  • Ballonerweiterung, PTA
  • Einsatz von Gefäßstützen, Stents, DES
  • Atherektomieverfahren, Rotarex, Jetstream

Periphere arterielle Gefäße, insbesondere der Becken- und Beinarterien werden durch Ballonkatheter aufgeweitet und je nach Ergebnis und Lokalisation mit Gefäßstützen behandelt. Für periphere Gefäße stehen auch medikamentenbeschichtete Stents zur Verfügung mit gutem nachhaltigen Resultat der Verhinderung einer weiteren Verengung. In Gefäßregionen wo sich Stents nicht als günstig erweisen (Hüft-, Kniegelenksregion) werden Atherektomien in Kombination mit medikamentenbeschichteten Ballonkathetern verwendet.

  • Katheterbehandlungen von Dialyseshunts
  • Ballonerweiterung, PTA
  • Einsatz von speziellen Ballonen
  • Schneideballon – Cutting Balloon
  • Medikamentenbeschichtete Ballone – Drug Eluting Balloon

Zum Erhalt der Funktionsfähigkeit von Dialyseshunts sind bei Einengungen minimalinvasive Methoden etabliert.

  • Einsatz von Gefäßstützen, Venen-Stents, Beckenvenen
  • Thrombusabsaugung, Penumbra, Aspirex
  • Kathetergesteuerte Auflösung von Blutgerinnseln
  • Behandlung des postthrombotischen Syndroms

Die Behandlung von akuten und chronischen Verschlüssen von Venen bei Mehretagenthrombosen ist durch die Entwicklung effektiver Möglichkeiten der minimalinvasiven Gerinnsel-Entfernung und durch Venen-Stents in den Iliacalvenen möglich und dient der Vorbeugung eines postthrombotischen Syndroms.